
DLH-Innovationsfonds Schulen der Berufsbildung und Mittelschulen des Kantons Zürich
Haben Sie eine Idee für Ihren Unterricht?
Der DLH-Innovationsfonds unterstützt Lehrpersonen an Berufsfachschulen und Mittelschulen im Kanton Zürich dabei, Unterrichtsideen mit digitaler Unterstützung auszuprobieren, zu optimieren und weiterzuentwickeln. Das können kleine innovative Pilotprojekte sein, grössere Vertiefungsprojekte mit didaktischem Fokus oder Projekte zur nachhaltigen Verbreitung bewährter Innovationen. Die daraus hervorgehenden Produkte und Erkenntnisse werden hier allen Lehrpersonen zur Verfügung gestellt.
Innovation umfasst:
- sowohl das Erkunden neuer Ansätze, Methoden, Technologien etc. oder die Anpassung des Unterrichts an individuelle Bedürfnisse (sog. Digital Explorer-Projekte)
- als auch die Weiterentwicklung bestehender Projekte/Innovationen:
- durch nachhaltige Integration im Unterricht bzw. der Unterrichtsvorbereitung (sog. Learning Incubator-Projekte) oder
- durch deren Verbreitung über das eigene Projektteam, das Fach, den Lehrgang und die Schule hinaus (sog. Hub-Scaler-Projekte).
Entscheidend ist nicht die Grösse eines Projekts, sondern dass neue Erfahrungen entstehen und der Unterricht weiterentwickelt wird.
Der DLH-Innovationsfonds unterstützt Lehrpersonenteams aus mindestens zwei Personen, die an öffentlichen Schulen auf Stufe Sek II des Kantons Zürich angestellt sind. Dies sind alle kantonalen Schulen der Zürcher Sek II und die privat geführten Schulen der Berufsbildung mit kantonalem Leistungsauftrag.
Sehr gerne dürfen die Teams sich auch schul- und fachübergreifend zusammensetzen.
Projekte sollten einen konkreten didaktischen Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler sowie Lernenden bieten und im Unterricht erprobt werden. Unsere Jury bewertet die Anträge je nach gewählter Projektart nach unterschiedlich gewichteten Kriterien.
- Digital-Explorer-Projekte fokussieren auf das unkomplizierte Ausprobieren von innovativen Ideen.
- Learning- Incubator-Projekte konzentrieren sich auf die Optimierung des Lern-/Lehrerfolgs einer bestehenden/getesteten Innovation.
- Hub-Scaler-Projekte bringen optimierte Projekte in die breite und langfristige Anwendung.
Förderkriterien und Projekttypen
Innovationsfonds Digital Learning Hub Sek II – die sieben Förderkriterien und was sie für die drei Projekttypen bedeuten. Kriterium anklicken für Details.
Ablauf: Die Geschäftsleitung des Innovationsfonds prüft nach Antragseingang die formalen Kriterien 1 und 2. Sind sie erfüllt, reicht sie den Antrag weiter an die Jury zur Bewertung der materiellen Kriterien 3 bis 7.
Formale Kriterien – Prüfung durch die Geschäftsleitung
1 Teamarbeit formal
Ein Unterrichtsprojekt wird von einer Lehrpersonengruppe gemeinsam entwickelt. Die Projektgruppe definiert die Rollen der einzelnen Mitglieder. Die entlastungsberechtigten Lehrpersonen sind an einer Schule der Sekundarstufe II des Kantons Zürich angestellt. Die Projektleitung verfügt über eine unbefristete Anstellung im Kanton Zürich.
☑ Digital Explorer
☑ Learning Incubator
☑ Hub Scaler
Erfordert überschulische oder interdisziplinäre Kooperation.
2 Unterstützung durch die Schulleitung formal
Die Schulleitung wird über das Unterrichtsprojekt informiert und unterstützt es.
☑ Digital Explorer
☑ Learning Incubator
☑ Hub Scaler
Materielle Kriterien – Bewertung durch die Jury
3 Innovation materiell
Das Unterrichtsprojekt hat Innovationspotenzial. Es basiert auf einem neuen und zukunftsweisenden pädagogischen, didaktischen, technischen oder organisatorischen Ansatz. Das Projekt setzt zum Beispiel aktuelle Forschungsergebnisse um, entwickelt bestehende innovative Ansätze weiter oder verfolgt eine eigene neue Idee.
☑ Digital Explorer
FokusAusprobieren von Innovation (Pilot / Testlauf).
☑ Learning Incubator
Integration einer irgendwo schon getesteten Innovation im Schulalltag.
☑ Hub Scaler
Erleichtert den Zugang zu bewährter schulischer Innovation.
4 Didaktisches / organisatorisches Konzept materiell
Das didaktische bzw. unterrichtsorganisatorische Konzept bildet den Kern des Unterrichtsprojekts. Es verbindet Innovation und Digitalität sowie die potenziell breite und langfristige Nutzung. Es zeigt auf, welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen gefördert werden, wie diese evaluiert werden und welche Rolle die Technik und die Lehrpersonen dabei spielen.
☑ Digital Explorer
Die Innovation fördert das Lernen direkt didaktisch oder indirekt organisatorisch.
☑ Learning Incubator
FokusDidaktische oder organisatorische Effektivität / Effizienz bezüglich bestimmter Kompetenzen.
☑ Hub Scaler
Überträgt bewährte Ansätze auf andere Fächer / Lehrgänge.
5 Digitalität materiell
Im Unterrichtsprojekt werden digitale Kompetenzen gefördert: Anwendungskompetenz, Medienkompetenz oder Informatikkompetenz. Digitale Medien werden zur Förderung von konstruktiven und interaktiven Lernaktivitäten im Wechselspiel mit analogen Unterrichtsmethoden eingesetzt.
☑ Digital Explorer
Erkunden der digitalen Potenziale.
☑ Learning Incubator
Integration der digitalen Mittel.
☑ Hub Scaler
Breite und langfristige Nutzbarmachung.
6 Evaluation materiell
Das Unterrichtsprojekt wird mindestens einmal mit einer Klasse durchgeführt, reflektiert und evaluiert. Das Projekt gilt als abgeschlossen, wenn die Evaluation erfolgt ist. Dies soll innerhalb von drei Jahren der Fall sein.
☑ Digital Explorer
Fokus auf Vertiefungspotenzial getesteter Ansätze.
☑ Learning Incubator
Fokus auf Lern- oder Lehrarbeitsverbesserung.
☑ Hub Scaler
Fokus auf breite und langfristige Nutzung.
7 Breite und langfristige Nutzung materiell
Das Unterrichtsprojekt ist für viele Lehrpersonen innerhalb eines Fachgebiets oder auch fachübergreifend anwendbar und auf lange Frist nutzbar (für Digital-Explorer-Projekte fakultativ).
☐ Digital Explorer
Fakultativ.
☑ Learning Incubator
Ist angedacht.
☑ Hub Scaler
FokusBreite und langfristige Nutzbarmachung.
Keine Kriterien gefunden. Suchbegriff anpassen.
Förderumfang
Mögliche Entlastung pro Projekt.
Fixe Entlastung von 160 Arbeitsstunden. Max. 80 Arbeitsstunden pro Lehrperson und Jahr.
Arbeitsstunden je nach Umfang des Projekts.
Arbeitsstunden je nach Umfang des Projekts.
Der Innovationsfonds unterstützt Projekte im Rahmen von 160–800 Arbeitsstunden. Für Digital Explorer-Projekte sind es pauschal 160 Arbeitsstunden, für Learning Incubator-Projekte 160–800 Arbeitsstunden, für Hub-Scaler-Projekte 160–400 Arbeitsstunden.
Zusätzliche Kosten bis maximal CHF 5000, zum Beispiel für Lizenzen, externe Fachberatung oder technische Infrastruktur sind finanzierbar, müssen im Projektantrag jedoch begründet werden.
Für kleinere Projekte empfehlen wir einen Antrag direkt an die Schulleitung.
Grössere Projekte, die den Rahmen von 800 Arbeitsstunden überschreiten, werden als Schulentwicklungsprojekte betrachtet. Hier ist das MBA federführend.
Ein nachträglicher Anspruch auf Finanzierung kann nicht geltend gemacht werden.
Ein gefördertes Projekt dauert in der Regel maximal drei Jahre und durchläuft folgende Phasen:
- Idee entwickeln und planen
- Im Unterricht ausprobieren
- Erfahrungen auswerten
- Was hat im Unterricht gut funktioniert?
- Welche Erkenntnisse wurden gewonnen?
- Wo besteht Entwicklungspotenzial?
Das Projekt gilt als abgeschlossen, wenn die Projektresultate und Erfahrungen aus dem Projekt sowie allfällige Produkte auf der DLH-Webseite allen Lehrpersonen zur Verfügung gestellt sind.
Gute Projektideen entstehen oft direkt im Unterrichtsalltag: aus neuen Herausforderungen, eigenen Beobachtungen oder dem Wunsch, etwas anders auszuprobieren. Hier findet ein Austausch statt:
- DLH-Community auf Teams
Im Teams „DLH-Community“ enthalten verschiedene Kanäle Beiträge zur Bildungsinnovation. - Communities of Practice (CoPs) des DLH
Der Austausch mit anderen Lehrpersonen in Teams zu gewissen Themenfeldern oder digitalen Tools (dlh.zh.ch/home/cops). - Projektsammlung
Bereits umgesetzte Projekte bieten Einblicke, Ideen und Inspiration für eigene Unterrichtsvorhaben (Alle Projekte im Überblick).
Häufig werden neue Entwicklungen erst mit etwas Verzögerung im Bildungsbereich sichtbar. Deshalb lohnt es sich – insbesondere bei „Digital Explorer“-Projekten – auch einen Blick auf aktuelle Trends und Entwicklungen ausserhalb der Schule zu werfen:
- Innovative Betriebe und Forschungseinrichtungen
Lehrbetriebe, Hochschulen und Forschungseinrichtungen greifen neue Technologien und digitale Entwicklungen häufig früh auf und integrieren diese in ihren Arbeitsalltag. - aktuelle Entwicklungen rund um KI, digitale Medien und vielen anderen Technologien.
Nicht jede Projektidee muss von Anfang an vollständig ausgearbeitet sein. Oft entstehen Innovationen erst durch das Ausprobieren im Unterricht oder das gemeinsame Gespräch.
- Bringen Sie in einem Team die notwendigen Kompetenzen zusammen.
- Skizzieren Sie zusammen Ihre Projektidee.
- Besprechen Sie diese frühzeitig mit Ihrer Schulleitung, damit mögliche Entlastungen und Unterstützungen gemeinsam geplant werden können.
- Schreiben Sie den Projektantrag und optimieren Sie diesen gemeinsam im Team so, dass die Jury daraus lesen kann, was Sie ausprobieren wollen, was Sie damit erreichen wollen, wie Sie das ganz konkret angehen, welche Ressourcen Sie dazu brauchen und was dabei schiefgehen könnte. Sie müssen weder das Projekt noch sich selbst gut verkaufen, sondern selbstkritisch-konstruktiv zeigen, dass Sie wissen, was Sie tun. Weitere Hinweise finden Sie im Antragsformular.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung Ihres Projektantrags im Rahmen unserer Beratungscalls (Termine) oder auf Anfrage per Mail.
Mit der Einreichung erhalten die Projektgruppe und die Schulleitung(en) automatisch eine Eingangsbestätigung.
Anschliessend prüft die Geschäftsstelle des Innovationsfonds, ob die formalen Kriterien erfüllt sind. Falls nicht, nimmt die Geschäftsstelle mit der Projektgruppe Kontakt auf.
Sind die formalen Kriterien erfüllt, wird der Projektantrag an die Jury weitergeleitet.
Die Jury, welche den Entscheid zur Förderung von Projekten fällt, ist breit abgestützt. Sie bewertet die Projekte nach den festgelegten Kriterien (siehe Rahmenbedingungen: „Welche Kriterien gelten für die Förderung?“).
Der DLH informiert die Projektgruppe anschliessend über den Entscheid zur Förderung. (Weitere Auskünfte über den Jury-Entscheid werden nicht erteilt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)
Bei einem positiven Entscheid dürfen die Projektteams sofort mit der Umsetzung ihres Projekts beginnen. Diese kann in der Regel über ein bis drei Jahre dauern. Während dieser Zeit werden die Projektgruppen vom DLH begleitet und unterstützt. Dazu gehören Austausch, Beratung sowie punktuelle Rückmeldungen zum Projektverlauf, um den Fortschritt des Projekts festzuhalten und den Einsatz der Fördermittel nachvollziehbar zu dokumentieren.
Bei einem negativen Entscheid kann das Projektteam seinen Projektantrag auf das Juryfeedback hin überarbeiten und nach frühestens sechs Wochen wiedereinreichen.
Der DLH macht in Absprache mit dem jeweiligen Projektteam die Projektresultate und Erfahrungen aus dem Projekt zugänglich. Auch allfällige Produkte werden auf der DLH-Webseite allen Lehrpersonen zur Verfügung gestellt.
Unabhängig von der Projektart können ausgewählte Projektresultate durch den DLH gemeinsam mit Lehrpersonen weiterentwickelt, aufbereitet und für eine breitere Nutzung zugänglich gemacht werden.
Dazu gehören beispielsweise Projektvorstellungen, Workshops, Weiterentwicklungen von Unterrichtsmaterialien oder der Austausch von Erfahrungen und Learnings innerhalb der DLH-Community.
Gerne können Sie Ihre Projektidee vorab in einem unserer Beratungscalls besprechen (Termine).
Für die Einreichung eines Digital Explorer Projekts verwenden Sie bitte dieses D-Formular.
Für die Einreichung eines Learning Incubator Projekts verwenden Sie bitte dieses L-Formular.
Für die Einreichung eines Hub Scaler Projekts verwenden Sie bitte diese H-Formular.
Den ausgefüllten Projektantrag können Sie hier hochladen: Zur Projekteingabe
Bei Fragen zur Projekteingabe oder bei der Suche nach Kooperationspartnerinnen und -partnern unterstützen Sie die Geschäftsstellen sowie die DLH-Community auf Teams gerne.
Organisatorisch werden zwei separate Innovationsfonds geführt, um den Besonderheiten der Mittelschulen und der Schulen der Berufsbildung Rechnung zu tragen. Die Förderkriterien und der Vergabeprozess sind jedoch vergleichbar.
Geschäftsstelle Berufsbildung
Vor dem Projektstart / Einreichung: Christian Roduner ifbb@dlh.zh.ch
Während der Projektausarbeitung: Jürg Widrig juerg.widrig@dlh.zh.ch
Geschäftsstelle Mittelschulen
Vor dem Projektstart / Einreichung: Natalie Streiff ifms@dlh.zh.ch
Während der Projektausarbeitung: Jürg Widrig juerg.widrig@dlh.zh.ch



