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DLH-Innovationsfonds Schulen der Berufsbildung und Mittelschulen des Kantons Zürich

Haben Sie eine Idee für Ihren Unterricht?

Der DLH-Innovationsfonds unterstützt Lehrpersonen an Berufsfachschulen und Mittelschulen im Kanton Zürich dabei, Unterrichtsideen mit digitaler Unterstützung auszuprobieren, zu optimieren und weiterzuentwickeln. Das können kleine innovative Pilotprojekte sein, grössere Vertiefungsprojekte mit didaktischem Fokus oder Projekte zur nachhaltigen Verbreitung bewährter Innovationen. Die daraus hervorgehenden Produkte und Erkenntnisse werden hier allen Lehrpersonen zur Verfügung gestellt.

Innovationsfonds-Flyer

So fördern wir
Was ist Innovation (drei mögliche Projektarten)?

Innovation umfasst:

  • sowohl das Erkunden neuer Ansätze, Methoden, Technologien etc. oder die Anpassung des Unterrichts an individuelle Bedürfnisse (sog. Digital Explorer-Projekte) 
  • als auch die Weiterentwicklung bestehender Projekte/Innovationen:
    • durch nachhaltige Integration im Unterricht bzw. der Unterrichtsvorbereitung (sog. Learning Incubator-Projekte) oder
    • durch deren Verbreitung über das eigene Projektteam, das Fach, den Lehrgang und die Schule hinaus (sog. Hub-Scaler-Projekte).

Entscheidend ist nicht die Grösse eines Projekts, sondern dass neue Erfahrungen entstehen und der Unterricht weiterentwickelt wird.

Wer kann ein Projekt einreichen?

Der DLH-Innovationsfonds unterstützt Lehrpersonenteams aus mindestens zwei Personen, die an öffentlichen Schulen auf Stufe Sek II des Kantons Zürich angestellt sind. Dies sind alle kantonalen Schulen der Zürcher Sek II und die privat geführten Schulen der Berufsbildung mit kantonalem Leistungsauftrag.

Sehr gerne dürfen die Teams sich auch schul- und fachübergreifend zusammensetzen.

Welche Projekte werden unterstützt (Förderkriterien)?

Projekte sollten einen konkreten didaktischen Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler sowie Lernenden bieten und im Unterricht erprobt werden. Unsere Jury bewertet die Anträge je nach gewählter Projektart nach unterschiedlich gewichteten Kriterien.

  • Digital-Explorer-Projekte fokussieren auf das unkomplizierte Ausprobieren von innovativen Ideen.
  • Learning- Incubator-Projekte konzentrieren sich auf die Optimierung des Lern-/Lehrerfolgs einer bestehenden/getesteten Innovation.
  • Hub-Scaler-Projekte bringen optimierte Projekte in die breite und langfristige Anwendung.

Förderkriterien und Projekttypen – Innovationsfonds DLH

Förderkriterien und Projekttypen

Innovationsfonds Digital Learning Hub Sek II – die sieben Förderkriterien und was sie für die drei Projekttypen bedeuten. Kriterium anklicken für Details.

Ablauf: Die Geschäftsleitung des Innovationsfonds prüft nach Antragseingang die formalen Kriterien 1 und 2. Sind sie erfüllt, reicht sie den Antrag weiter an die Jury zur Bewertung der materiellen Kriterien 3 bis 7.

Formale Kriterien – Prüfung durch die Geschäftsleitung

1 Teamarbeit formal

Ein Unterrichtsprojekt wird von einer Lehrpersonengruppe gemeinsam entwickelt. Die Projektgruppe definiert die Rollen der einzelnen Mitglieder. Die entlastungsberechtigten Lehrpersonen sind an einer Schule der Sekundarstufe II des Kantons Zürich angestellt. Die Projektleitung verfügt über eine unbefristete Anstellung im Kanton Zürich.

Digital Explorer

Learning Incubator

Hub Scaler

Erfordert überschulische oder interdisziplinäre Kooperation.

2 Unterstützung durch die Schulleitung formal

Die Schulleitung wird über das Unterrichtsprojekt informiert und unterstützt es.

Digital Explorer

Learning Incubator

Hub Scaler

Materielle Kriterien – Bewertung durch die Jury

3 Innovation materiell

Das Unterrichtsprojekt hat Innovationspotenzial. Es basiert auf einem neuen und zukunftsweisenden pädagogischen, didaktischen, technischen oder organisatorischen Ansatz. Das Projekt setzt zum Beispiel aktuelle Forschungsergebnisse um, entwickelt bestehende innovative Ansätze weiter oder verfolgt eine eigene neue Idee.

Digital Explorer

Fokus

Ausprobieren von Innovation (Pilot / Testlauf).

Learning Incubator

Integration einer irgendwo schon getesteten Innovation im Schulalltag.

Hub Scaler

Erleichtert den Zugang zu bewährter schulischer Innovation.

4 Didaktisches / organisatorisches Konzept materiell

Das didaktische bzw. unterrichtsorganisatorische Konzept bildet den Kern des Unterrichtsprojekts. Es verbindet Innovation und Digitalität sowie die potenziell breite und langfristige Nutzung. Es zeigt auf, welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen gefördert werden, wie diese evaluiert werden und welche Rolle die Technik und die Lehrpersonen dabei spielen.

Digital Explorer

Die Innovation fördert das Lernen direkt didaktisch oder indirekt organisatorisch.

Learning Incubator

Fokus

Didaktische oder organisatorische Effektivität / Effizienz bezüglich bestimmter Kompetenzen.

Hub Scaler

Überträgt bewährte Ansätze auf andere Fächer / Lehrgänge.

5 Digitalität materiell

Im Unterrichtsprojekt werden digitale Kompetenzen gefördert: Anwendungskompetenz, Medienkompetenz oder Informatikkompetenz. Digitale Medien werden zur Förderung von konstruktiven und interaktiven Lernaktivitäten im Wechselspiel mit analogen Unterrichtsmethoden eingesetzt.

Digital Explorer

Erkunden der digitalen Potenziale.

Learning Incubator

Integration der digitalen Mittel.

Hub Scaler

Breite und langfristige Nutzbarmachung.

6 Evaluation materiell

Das Unterrichtsprojekt wird mindestens einmal mit einer Klasse durchgeführt, reflektiert und evaluiert. Das Projekt gilt als abgeschlossen, wenn die Evaluation erfolgt ist. Dies soll innerhalb von drei Jahren der Fall sein.

Digital Explorer

Fokus auf Vertiefungspotenzial getesteter Ansätze.

Learning Incubator

Fokus auf Lern- oder Lehrarbeitsverbesserung.

Hub Scaler

Fokus auf breite und langfristige Nutzung.

7 Breite und langfristige Nutzung materiell

Das Unterrichtsprojekt ist für viele Lehrpersonen innerhalb eines Fachgebiets oder auch fachübergreifend anwendbar und auf lange Frist nutzbar (für Digital-Explorer-Projekte fakultativ).

Digital Explorer

Fakultativ.

Learning Incubator

Ist angedacht.

Hub Scaler

Fokus

Breite und langfristige Nutzbarmachung.

Keine Kriterien gefunden. Suchbegriff anpassen.

Förderumfang

Mögliche Entlastung pro Projekt.

Digital Explorer
160 Std.

Fixe Entlastung von 160 Arbeitsstunden. Max. 80 Arbeitsstunden pro Lehrperson und Jahr.

Learning Incubator
160–800 Std.

Arbeitsstunden je nach Umfang des Projekts.

Hub Scaler
160–400 Std.

Arbeitsstunden je nach Umfang des Projekts.

In welchem Umfang werden Projekte gefördert?

Der Innovationsfonds unterstützt Projekte im Rahmen von 160–800 Arbeitsstunden. Für Digital Explorer-Projekte sind es pauschal 160 Arbeitsstunden, für Learning Incubator-Projekte 160–800 Arbeitsstunden, für Hub-Scaler-Projekte 160–400 Arbeitsstunden.

Zusätzliche Kosten bis maximal CHF 5000, zum Beispiel für Lizenzen, externe Fachberatung oder technische Infrastruktur sind finanzierbar, müssen im Projektantrag jedoch begründet werden.

Für kleinere Projekte empfehlen wir einen Antrag direkt an die Schulleitung.

Grössere Projekte, die den Rahmen von 800 Arbeitsstunden überschreiten, werden als Schulentwicklungsprojekte betrachtet. Hier ist das MBA federführend.

Ein nachträglicher Anspruch auf Finanzierung kann nicht geltend gemacht werden.

Was passiert von der Projektidee bis zum Abschluss?

Ein gefördertes Projekt dauert in der Regel maximal drei Jahre und durchläuft folgende Phasen:

  1. Idee entwickeln und planen
  2. Im Unterricht ausprobieren
  3. Erfahrungen auswerten
    • Was hat im Unterricht gut funktioniert?
    • Welche Erkenntnisse wurden gewonnen?
    • Wo besteht Entwicklungspotenzial?

Das Projekt gilt als abgeschlossen, wenn die Projektresultate und Erfahrungen aus dem Projekt sowie allfällige Produkte auf der DLH-Webseite allen Lehrpersonen zur Verfügung gestellt sind.

Ablauf
Wo kann ich mich für Projektideen inspirieren lassen?

Gute Projektideen entstehen oft direkt im Unterrichtsalltag: aus neuen Herausforderungen, eigenen Beobachtungen oder dem Wunsch, etwas anders auszuprobieren. Hier findet ein Austausch statt:

  • DLH-Community auf Teams
    Im Teams „DLH-Community“ enthalten verschiedene Kanäle Beiträge zur Bildungsinnovation.
  • Communities of Practice (CoPs) des DLH
    Der Austausch mit anderen Lehrpersonen in Teams zu gewissen Themenfeldern oder digitalen Tools (dlh.zh.ch/home/cops).
  • Projektsammlung
    Bereits umgesetzte Projekte bieten Einblicke, Ideen und Inspiration für eigene Unterrichtsvorhaben (Alle Projekte im Überblick).

Häufig werden neue Entwicklungen erst mit etwas Verzögerung im Bildungsbereich sichtbar. Deshalb lohnt es sich – insbesondere bei „Digital Explorer“-Projekten – auch einen Blick auf aktuelle Trends und Entwicklungen ausserhalb der Schule zu werfen:

  • Innovative Betriebe und Forschungseinrichtungen
    Lehrbetriebe, Hochschulen und Forschungseinrichtungen greifen neue Technologien und digitale Entwicklungen häufig früh auf und integrieren diese in ihren Arbeitsalltag.
  • aktuelle Entwicklungen rund um KI, digitale Medien und vielen anderen Technologien.

Nicht jede Projektidee muss von Anfang an vollständig ausgearbeitet sein. Oft entstehen Innovationen erst durch das Ausprobieren im Unterricht oder das gemeinsame Gespräch.

Wie entsteht aus der Idee ein Projektantrag?
  1. Bringen Sie in einem Team die notwendigen Kompetenzen zusammen.
  2. Skizzieren Sie zusammen Ihre Projektidee.
  3. Besprechen Sie diese frühzeitig mit Ihrer Schulleitung, damit mögliche Entlastungen und Unterstützungen gemeinsam geplant werden können.
  4. Schreiben Sie den Projektantrag und optimieren Sie diesen gemeinsam im Team so, dass die Jury daraus lesen kann, was Sie ausprobieren wollen, was Sie damit erreichen wollen, wie Sie das ganz konkret angehen, welche Ressourcen Sie dazu brauchen und was dabei schiefgehen könnte. Sie müssen weder das Projekt noch sich selbst gut verkaufen, sondern selbstkritisch-konstruktiv zeigen, dass Sie wissen, was Sie tun. Weitere Hinweise finden Sie im Antragsformular.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung Ihres Projektantrags im Rahmen unserer Beratungscalls (Termine) oder auf Anfrage per Mail.

Was passiert mit dem eingereichten Projektantrag?

Mit der Einreichung erhalten die Projektgruppe und die Schulleitung(en) automatisch eine Eingangsbestätigung.

Anschliessend prüft die Geschäftsstelle des Innovationsfonds, ob die formalen Kriterien erfüllt sind. Falls nicht, nimmt die Geschäftsstelle mit der Projektgruppe Kontakt auf.

Sind die formalen Kriterien erfüllt, wird der Projektantrag an die Jury weitergeleitet.

Die Jury, welche den Entscheid zur Förderung von Projekten fällt, ist breit abgestützt. Sie bewertet die Projekte nach den festgelegten Kriterien (siehe Rahmenbedingungen: „Welche Kriterien gelten für die Förderung?“).

Was geschieht nach dem Juryentscheid?

Der DLH informiert die Projektgruppe anschliessend über den Entscheid zur Förderung. (Weitere Auskünfte über den Jury-Entscheid werden nicht erteilt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Bei einem positiven Entscheid dürfen die Projektteams sofort mit der Umsetzung ihres Projekts beginnen. Diese kann in der Regel über ein bis drei Jahre dauern. Während dieser Zeit werden die Projektgruppen vom DLH begleitet und unterstützt. Dazu gehören Austausch, Beratung sowie punktuelle Rückmeldungen zum Projektverlauf, um den Fortschritt des Projekts festzuhalten und den Einsatz der Fördermittel nachvollziehbar zu dokumentieren.

Bei einem negativen Entscheid kann das Projektteam seinen Projektantrag auf das Juryfeedback hin überarbeiten und nach frühestens sechs Wochen wiedereinreichen.

Wie werden Erfahrungen und Ergebnisse geteilt?

Der DLH macht in Absprache mit dem jeweiligen Projektteam die Projektresultate und Erfahrungen aus dem Projekt zugänglich. Auch allfällige Produkte werden auf der DLH-Webseite allen Lehrpersonen zur Verfügung gestellt.

Was geschieht nach dem Projektabschluss?

Unabhängig von der Projektart können ausgewählte Projektresultate durch den DLH gemeinsam mit Lehrpersonen weiterentwickelt, aufbereitet und für eine breitere Nutzung zugänglich gemacht werden.

Dazu gehören beispielsweise Projektvorstellungen, Workshops, Weiterentwicklungen von Unterrichtsmaterialien oder der Austausch von Erfahrungen und Learnings innerhalb der DLH-Community.

Projekt einreichen

Gerne können Sie Ihre Projektidee vorab in einem unserer Beratungscalls besprechen (Termine).


Für die Einreichung eines Digital Explorer Projekts verwenden Sie bitte dieses D-Formular.

Für die Einreichung eines Learning Incubator Projekts verwenden Sie bitte dieses L-Formular.

Für die Einreichung eines Hub Scaler Projekts verwenden Sie bitte diese H-Formular.


Den ausgefüllten Projektantrag können Sie hier hochladen: Zur Projekteingabe

Fragen oder Unterstützung?

Bei Fragen zur Projekteingabe oder bei der Suche nach Kooperationspartnerinnen und -partnern unterstützen Sie die Geschäftsstellen sowie die DLH-Community auf Teams gerne.

Organisatorisch werden zwei separate Innovationsfonds geführt, um den Besonderheiten der Mittelschulen und der Schulen der Berufsbildung Rechnung zu tragen. Die Förderkriterien und der Vergabeprozess sind jedoch vergleichbar.

Geschäftsstelle Berufsbildung

Vor dem Projektstart / Einreichung: Christian Roduner ifbb@dlh.zh.ch
Während der Projektausarbeitung: Jürg Widrig juerg.widrig@dlh.zh.ch

Geschäftsstelle Mittelschulen

Vor dem Projektstart / Einreichung: Natalie Streiff ifms@dlh.zh.ch
Während der Projektausarbeitung: Jürg Widrig juerg.widrig@dlh.zh.ch